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Kühe
Bockhorn (Foto: Linda Letsch)
Lindenallee im Sommer
Lindenallee, Schönböken (Foto: Holger Gerth)
Schwanensee
Fuhlensee (Foto: Heino Müller)
Heusilage
Moordamm, Ruhwinkel (Foto: Linda Letsch)
Sonnenaufgang mit Nebelschwaden
Eichholz, Bockhorn (Foto: Silke Wetzel-Müller)
Kirschenzeit
Hof Saggau (Foto: Erika Saggau)
Ballen im Spalier
Eichholz, Bockhorn (Foto: Heino Müller)
Ring der Sicherheit
Badestelle Schierensee, Ruhwinkel (Foto: Linda Letsch)
Kleine Schönheit
Orchideenwiese, Naturschutzgebiet Ruhwinkel (Foto: Holger Gerth)
Boot am See
Fuhlensee, Naturschutzgebiet Ruhwinkel (Foto: unbekannt)
Sonnenuntergang
Schierensee (Foto: Holger Gerth)
Geschichte: Ruhwinkel

Geschichte: Ruhwinkel

Urkundlich erstmals 1199 als Rodewincle erwähnt und zunächst dem St. Johanniskloster Lübeck, danach dem Kloster Segeberg zugehörig, gelangte das Dorf vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts in den Besitz des Gutes Perdoel. (Perdoel wurde 1200 erstmals urkundlich erwähnt und umfasste um 1540 die gesamte Größe des ehemaligen Amtsbezirkes Wankendorf).

Der Ortsname – ursprünglich Rodenwinkel – leitet sich wahrscheinlich von einer von Bäumen befreiten Landschaft ab. Auf dem „Vier“ zwischen Bornhöved und Perdoel fanden im Zeitraum von1397 bis etwa 1470 als Vorläufer der späteren Landtage die Ständeversammlungen der holsteinischen Ritterschaft statt. In späteren Jahren (1655 bis 1722) wurde auf dem „Vier“ eine Glashütte betrieben.

Zwischen 1716 und 1726 wird Bockhorn als Meierhof angelegt und 1798 durch Verkauf vom Gut Perdoel getrennt.

1800 wird Schönböken als Meierhof des Gutes Perdoel gegründet und 1805 werden das neu gegründete Gut Schönböken sowie die Dörfer Ruhwinkel und Belau von dem Gut Perdoel getrennt. Mit dem Bau des Herrenhauses wechselte der damalige Besitzer Bokelmann von Perdoel nach Schönböken, das im Jahr 1806 neben Bockhorn in den Stand eines adeligen Gutes erhoben wurde.

Im Jahr 1928 entstand die Landgemeinde Ruhwinkel durch die Auflösung und Zusammenlegung der zuvor eigenständigen Gutsbezirke Bockhorn und Schönböken.

1956 kaufte die Schleswig-Holsteinische Landgesellschaft aus Mitteln des Lastenausgleichs das Gut Bockhorn, um 1958 dreizehn Flüchtlingsfamilien aus dem Osten einen Neuanfang zu ermöglichen. Heute befindet sich das Gut in Privatbesitz.

Im Jahre 1936 wurde das Gut Schönböken zum Remonteamt der Wehrmacht und es entstanden zahlreiche neue Gebäude. Alle Häuser erhielten einen Strom und Wasseranschluss, Straßen und Wege wurden befestigt und teilweise gepflastert.

1941 wurde Schönböken zum Heeresforschungszentrum und Versuchsgestüt umgewandelt. 1945/46 nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war Schönböken von Polen und Engländern besetzt, nach deren Abzug das gesamte Gut unter die Verwaltung der OFD Kiel gelangte. Diese beauftragte die Landsiedlungsgesellschaft Eutin mit der Aufsiedlung des Gutes. Der Gutshof wurde von den Ländereien abgetrennt.

1951 nach der Umwandlung des Gutes zum Siedlungsdorf entstanden 55 Siedlungsstellen.

1989 wurde das Gut Schönböken, das im Laufe von fast zweihundert Jahren eine wechselvolle Geschichte erfahren hat, von der Zen-Vereinigung Deutschland gekauft und befindet sich bis heute in deren Besitz.

Im Dezember 1911 wurde die Kleinbahn Kiel-Segeberg mit Haltestellein Ruhwinkel eröffnet. Die Kleinbahn stellte im Dezember 1961 nach 50 Jahren den Betrieb ein. Als Ersatz wurde eine Omnibuslinie eingerichtet. 1953 wurde die alte Bundesstraße B404, die sogenannte „Nord-Süd“, heute Kreisstraße K43, fertiggestellt. -Um den Streckenabschnitt „Bornhöved – Wankendorf“ zu entlasten, wurde rechtzeitig zur Olympiade 1972 die „neue“, vierspurige B404 eröffnet.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich allmählich die Infrastruktur in Ruhwinkel. 1925 kommt in Ruhwinkel erstmals elektrischer Strom aus der Steckdose.